Kleindienst? „… dann hätte Frank Schmidt aufgehört“ 

 

Am Samstag kommt es zum Wiedersehen auf der Ostalb. Dann tritt Borussia Mönchengladbach beim 1. FC Heidenheim an – mit dessen Ex-Torjäger Tim Kleindienst.

Ex-Heidenheimer wäre fast ein Jahr früher in Gladbach gelandet

Längst gilt der einsatzfreudige und treffsichere Torjäger als einer der wichtigsten Transfers der Gladbacher in den vergangenen Jahren. Kleindienst ist in jeder Hinsicht ein Gewinn, nicht nur, weil er auf Anhieb Borussias Top-Scorer wurde.

„Er ist ein unglaublicher Mentalitäts-Spieler, er hat die Kabine im Griff und gibt der Mannschaft eine Menge Impulse“, schwärmt Borussia-Manager Roland Virkus. „Tim ist ein Typ, der mit seiner Einstellung die anderen mitreißt, er gibt der Mannschaft unglaublich viel Energie.“

Schon länger sei Borussia auf Kleindiensts Spuren gewesen, im vergangenen Sommer klappte der Deal dann. Virkus erzählte von mehreren Gesprächen mit dem Spieler und seinem Management; während der Gladbacher Manager im Urlaub auf Kos weilte, nach der Saison, wurde der Transfer perfekt gemacht.

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Gerne wären die Borussen schon ein Jahr früher zum Zuge gekommen, doch nach erfolgtem Aufstieg konnte und wollte sich Heidenheim ein erstes Jahr in der Bundesliga ohne den Anführer und Torjäger nicht vorstellen.

Sanwald schob Wechsel einen Riegel vor

Virkus erhielt aus Heidenheim das klare Stoppsignal: Macher Holger Sanwald hatte Kleindienst sofort für unverkäuflich erklärt, komme, was wolle. Sonst hätte Trainer Frank Schmidt in Heidenheim aufgehört, habe er zu hören bekommen, erzählt Virkus im kicker-Gespräch augenzwinkernd.

Der Transfer also musste vertagt werden. Ein Jahr später gab es natürlich viele Interessenten, auch aus der Bundesliga, unter anderem war der VfB Stuttgart in der Spur. Virkus aber machte in mehreren Gesprächen sehr deutlich, wie dringend Kleindienst benötigt würde und welche Rolle er bei den Fohlen spielen sollte – und Gladbach erhielt den Zuschlag, für eine Ablösesumme von rund 7 Millionen Euro.

Nicht nur als zentraler Angreifer, sondern als Führungs-Figur war Kleindienst, der ja auch den Sprung in die Nationalelf schaffte, voll eingeplant. Und der einsatzfreudige Stürmer lieferte. Dass ein Spieler so schnell die Erwartungen erfüllt, sogar mehr noch als das, habe er selten erlebt, freute sich auch Trainer Gerardo Seoane.

Kleindienst im Hinspiel gnadenlos

Am Samstag also folgt erstmals die Rückkehr des Angreifers an alte Wirkungsstätte. Ein besonderes Spiel für Borussia als Knackpunkt auf dem Weg zurück nach Europa, ein ganz besonderes natürlich auch für den 29-Jährigen selbst.

Im Hinspiel zeigte er keine Nachsicht mit den alten Freunden und Bekannten, traf beim Gladbacher 3:2 gleich zweimal gegen seinen dicken Kumpel Kevin Müller im Heidenheimer Tor.

Ein Doppelpack zum Sieg gegen Heidenheim, das ist natürlich auch die Messlatte für das Rückspiel, in dem sich Borussia nicht vom Erfolgsweg der vergangenen Wochen abbringen lassen will. Die jüngste 0:3-Niederlage in Unterzahl nach dem Platzverweis gegen Keeper Jonas Omlin gegen Augsburg ist abgehakt, nun soll auf der Ostalb der Weg weiter fortgesetzt werden. Um sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen – und sogar ein Kandidat für die Rückkehr nach Europa zu sein.

Mit Kleindienst, dem mit bisher 14 Treffern erfolgreichsten Zugang der Liga. Der hatte vor der Partie gegen Augsburg eine Serie von fünf Spielen in Folge mit jeweils einem Tor-Erfolg aufzuweisen. Und will in der alten Heimat gleich eine neue Serie starten.

 

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