Opas Tipp beherzigt: Laufmaschine Nebel hält Mainz auf Kurs 

 

Seit Beginn der Rückrunde ist Paul Nebel regelmäßig unter den Top 10 der Laufleistungen aller 466 eingesetzten Bundesligaspieler zu finden. Nun gelang ihm sein erstes Tor im Jahr 2025, womit er die Position von Mainz 05 im oberen Tabellendrittel festigt.

Vom Bankdrücker zum Leistungsträger

„Mein Opa sagt auch immer: Schieß’ mehr aufs Tor, sonst kannst du keine Tore erzielen“, erzählte Paul Nebel nach dem 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli. Nach fünf Bundesligatoren in den ersten 15 Spieltagen war Nebels Erfolgsquote nach der Winterpause gesunken, was das Toreschießen anging. Seiner Rolle als ständiger Unruheherd und Freigeist hinter der einzigen Spitze wurde der 22-Jährige dennoch gerecht.

Die meisten seiner 12,62 Kilometer hatte Nebel gegen St. Pauli bereits zurückgelegt, als er in der fünften Minute der Nachspielzeit das erlösende 2:0 erzielte: Sein Partner im offensiven Mittelfeld, Jae-Sung Lee, hatte erkannt, dass Nebel auf der rechten Seite freie Bahn besaß. Und Nebel hatte trotz der vielen Kilometer noch genügend Reserven, um den Ball am Ende des Sprints mit einem präzisen Rechtsschuss durch die Beine von St. Pauli-Keeper Nikola Vasilj zu schießen.

„Glück muss man sich auch verdienen. Ich denke, wir haben in der zweiten Halbzeit wirklich hart gearbeitet. Fußballerisch war es nicht das beste Spiel, aber wir haben gekämpft, waren besser in den Zweikämpfen und haben dann auch die Chancen genutzt, die sich uns geboten haben“, freute sich Nebel. Am Samstag gastiert Mainz 05 als Tabellenfünfter beim Sechsten des Bundesliga-Klassements RB Leipzig (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker).

Lees Einwechslung als Volltreffer

Gegen St. Pauli hätte Mainz in der ersten Halbzeit nicht „den Druck wie in den Wochen davor“ aufbauen können. Nach der Pause veränderte Trainer Bo Henriksen das Anlaufverhalten und brachte Lee für Nelson Weiper aufs Feld. Dem Südkoreaner gelang schließlich per Abstauber die 1:0-Führung. Danach musste St. Pauli aufmachen, was auch zum späten Kontertor von Nebel führte.

Nebel und Lee sind mit jeweils sechs Treffern neben Topstürmer Jonathan Burkardt (13) die treffsichersten Spieler des Kaders. Bei Nebel war das zu Beginn der Saison nicht zu erwarten. Gegen die Hanseaten schloss sich für ihn ein Kreis. In der Hinrunde deutete er beim 3:0 auf St. Pauli an, was in ihm steckt. Zwei Spieltage später stand er erstmals in der Startelf und ist seitdem aus dieser nicht mehr wegzudenken.

„Nach meiner Zeit in Karlsruhe wollte ich zurückkommen und mich durchsetzen. Jeder geht seinen eigenen Weg, der eine ist kürzer, der andere länger. Umso schöner, dass es bei mir so schnell geklappt hat. Ich werde versuchen, dranzubleiben“, verspricht der U-21-Nationalspieler.

 

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