Kovac über Chukwuemeka: „Sensationell gut“ 

 

Gerade einmal 22 Minuten stand Carney Chukwuemeka beim 6:0-Sieg über Union Berlin für seinen neuen Klub Borussia Dortmund auf dem Feld. Doch der Kurz-Einsatz in der Schlussphase weckte Lust auf mehr.

Vielversprechendes BL-Debüt des BVB-Neuzugangs

Die ersten Wochen von Carney Chukwuemeka bei Borussia Dortmund verliefen nicht nach Wunsch. Gleich in einer seiner ersten Trainingseinheiten zog sich die Leihgabe vom FC Chelsea Anfang Februar eine Problematik am Knie zu, so dass er zunächst pausieren musste. Sowohl die Partie gegen den VfB Stuttgart (1:2) als auch beim VfL Bochum (0:2) fanden ohne den englischen Box-To-Box-Spieler statt, beim 0:0 im Play-Off-Rückspiel gegen Sporting stand er ohne Einsatz im Kader. Bis zu seiner Bundesliga-Premiere gegen Union Berlin am Samstag hatte er somit lediglich im Hinspiel in Lissabon (3:0) Minuten gesammelt – vier an der Zahl.

An zwei Treffern beteiligt

Für einen ersten Eindruck langte das noch nicht, doch das holte Chukwuemeka beim 6:0 gegen Union eindrucksvoll nach. Als er in der Schlussphase für Giovanni Reyna eingewechselt wurde, war die Partie noch nicht entschieden, lief aber für den BVB beim Zwischenstand von 2:0 in die richtige Richtung. Dann jedoch drehten die Dortmunder gegen zunehmend überforderte Berliner mehr und mehr auf – und Chukwuemeka war mittendrin.

„Carney kam rein und war sensationell gut“, lobte ihn Trainer Niko Kovac anschließend für seinen bemerkenswerten Kurz-Auftritt, bei dem der 21-Jährige zwar keinen Scorerpunkt sammeln konnte, aber am zwischenzeitlichen 4:0 von Serhou Guirassy entscheidenden Anteil hatte. Mit Tempo dribbelte Chukwuemeka in der 80. Minute auf den Unioner Strafraum zu und spielte im richtigen Moment auf Maximilian Beier ab, von dort landete der Ball bei Guirassy, der keine Mühe hatte, ihn ins Tor zu bugsieren. Und auch zuvor beim 3:0 durch Guirassy war Chukwuemeka in der Entstehung beteiligt, indem er Karim Adeyemi vor dessen Pfostenschuss perfekt bediente – ehe über Groß der Ball bei Guirassy landete, der mit einem strammen Linksschuss die Szene vollendete.

Chukwuemeka: „Ich habe es genossen“

Es waren zwei Szenen, die belegten, warum der BVB Chukwuemeka unbedingt mit einer Kaufoption ausleihen wollte. Der Engländer, der zuletzt beim FC Chelsea nur in der Conference League zum Einsatz gekommen war, galt lange Zeit als großes Talent auf der Insel, ehe er im Großkader der Londoner gewissermaßen verloren ging. In Dortmund nun soll er zu Konstanz und Stärke finden, die 35 Millionen Euro, die der BVB für seine Dienste an den FC Chelsea überweisen müsste, wären dann ein durchaus guter Preis angesichts der Fähigkeitenpalette des englischen Junioren-Nationalspielers, der 2022 gemeinsam mit Jamie Gittens die U-19-EM gewann.

„Ich habe es genossen vor 80.000 Fans“, sagte Chukwuemeka selbst zu seinem gelungenen Bundesliga-Debüt, dem zügig die nächsten Einsätze folgen sollen, und bilanzierte zufrieden: „Ich habe versucht, mein Spiel zu spielen und der Mannschaft zu helfen. Es war eine tolle Vorstellung der gesamten Mannschaft. Hoffentlich können wir auf dieser Leistung aufbauen.“ Dann könnten die BVB-Fans tatsächlich noch etwas Freude verspüren in dieser bislang so komplizierten Saison.

 

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